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09.11.2015

Fachvortrag zur Effizienzsteigerung durch Verpackungsoptimierung

Mit weniger mehr erreichen – Zum Thema „Kostensenkung durch Ressourceneffizienz - Verpackungsoptimierung" hatte jetzt die Effizienz Agentur NRW (efa) in das Unternehmen Horstmann Maschinenbau eingeladen.

Welche Maßnahmen zur Optimierung der Verpackungskosten und Verringerung der benötigten Lagerfläche eingesetzt werden können, stellte Prof. Dr. Carsten Feldmann von der FH Münster in seinem ausführlichen Vortrag vor. „Die Verpackung muss zum Produkt passen: Wie ein guter Schuh zum Fuß“, machte der Experte deutlich. Optimierte Eigenschaften wie die passende Verpackungsgröße, der sichere Schutz des Packgutes bei Lagerung und Transport sowie die passende Portionierung bei der Produktion und Verwendung seien grundlegende Entscheidungsfaktoren für eine effiziente Verpackung. Gleichzeitig ließen sich so auch der Aufwand für Transport und Lagerung deutlich reduzieren.

Prof. Dr. Feldmann machte deutlich, dass ein modernes Verpackungsmanagement schon mit geringem Aufwand zu erreichen sei und stellte anhand eines Beispieles die verschiedenen Facetten innovativer Lösungsansätze vor. Durch gezielte Maßnahmen, auch mit Blick auf eine mögliche Ressourceneffizienz, könnten Unternehmen wachsenden Kosten- und Umweltbelastungen begegnen, ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und neue Geschäftsfelder erschließen.

Innovatives Verpacken durch intelligenten Maschinenbau

Unter dem Thema „Individuelles Verpacken als Herausforderung für den Maschinenbau“ berichtete Meinolf Stroth von der Horstmann Maschinenbau GmbH aus der Praxis. Seinen besonderen Fokus legte er dabei auf die innovative Verpackungsmaschine von Horstmann: den BOXMAKER®.

Die Variabilität des BOXMAKER® als Alleinstellungsmerkmal stellte Stroth anhand zahlreicher Fakten überzeugend dar.

Unter dem wirtschaftlichen Aspekt, zeigte Stroth Nachteile der personal-, kosten- und kapitalintensiven Verpackungsmethode auf, die zur Zeit noch von vielen Unternehmen praktiziert würde.

So hätten die meisten Unternehmen viele verschiedene Kartonsorten und Verpackungsgrößen auf dem Lager und dadurch einen insgesamt großen Bedarf an Lagerfläche.

Aus Sicht der Anlagenhersteller nannte der Experte mit Blick auf den BOXMAKER® Möglichkeiten, die der Maschinenbau für seine Kundschaft für ein individuelles und effizientes Verpacken bereithält.

Geschäftsführer Klaus Horstmann unterstrich in diesem Zusammenhang, dass der BOXMAKER® mit dem Fokus auf maximale Geschwindigkeit entwickelt worden sei.

Innovative Verpackungsanwendung bei Holztechnik Schmeing

Das Unternehmen mit Firmensitz in Ahaus beschäftigt rund 185 Mitarbeiter in 2 Werken. Im Bereich Möbelbau werden aktuell verschiedene Modelle in einem 3 Wochen Rhythmus gefertigt. Dabei bestehen die Modelle aus rund 7.000 verschiedenen Einzelteilen, 5.500 sind dabei Eigenfertigungsteile. Der Rest wird von Zulieferern geliefert, was einen hohen Verpackungsbedarf sowohl bei der An- wie auch Auslieferung zur Folge hat.

Über die Anwendung von Verpackungslösungen innerhalb der letzten Jahrzehnte in dem Unternehmen berichtete der Geschäftsführer Alexander Schmeing.

Zu Beginn der Massenproduktion von Kastenmöbeln seien die Möbel noch ohne Verpackungsmaterial zum Möbelhaus gebracht worden: Einziger Schutz: Möbeldecken.

In der weiteren Anwendung im Verpackungsbereich bei Holztechnik Schmeing hätten dann Veränderungen der Handels- und Fertigungsstrukturen innerhalb der Möbelindustrie, Möbelteile wurden zerlegt transportiert und Zentrallager wurden eingeführt, dazu geführt, dass Möbel nur noch verpackt versendet werden konnten. In den 90er Jahren seien in erster Linie Möbelserien hergestellt worden mit Losgrößen von 50-100 gleichen Artikeln. Eingepackt wurde in einem Vollkarton, der zuvor vom Kartonhersteller bestellt worden sei. Im Laufe der Produktentwicklung und dem damit verbundenen sich ständig verändernden, wachsenden Verpackungsanspruch habe sich das als viel zu aufwändig und teuer erwiesen, machte der Geschäftsführer deutlich. Schnell seien die Grenzen erreicht gewesen.

Eine fortlaufende Anpassung und Umsetzung nach innovativen Verpackungsmöglichkeiten folgten.

Eine für den damaligen Verpackungsanspruch optimierte Lösung setzte das Holztechnik-Unternehmen dann im Jahr 2000 um, durch die Investition in eine eigene Kartonschneidemaschine.

Weiter Anpassungen folgten. 2007 wurde das gesamte Verpackungskonzept nochmals hinsichtlich Wertschöpfungskette und Kosten im Verpackungsprozess optimiert.

Heute steht Schmeing für eine optimierte und effiziente 2-Komponenten Verpackungsmethode, wobei eine Kombination aus Wellpappe und Stretchfolie/Folie eingesetzt wird.

Informativer Ausklang

Ein sich anschließender Betriebsrundgang mit Anlagenvorführung und eine Abschlussdiskussion der rund 35 Teilnehmer rundete den Abend ab.


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