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15.04.2019

Vollautomatisierte Einzelteilfertigung bei HERMLE

SCHNELLIGKEIT und QUALITÄT sind die selbsterklärten Ziele, die das Maschinenbauunternehmen Horstmann mithilfe des neuen 5-ACHS-BEARBEITUNGSZENTRUMS VON HERMLE erreichen will.

Eine wichtige Rolle nimmt dabei die Automationslösung HS FLEX ein

1979 gegründet, steht die Horstmann Maschinenbau GmbH heute auf vier Standbeinen: der Auftragsfertigung, dem Sondermaschinenbau, den Lager- und Transportsystemen sowie dem Bereich Packaging. Den Einstieg in die Verpackungsindustrie absolvierte das Unternehmen erst vor wenigen Jahren mit der Entwicklung des Boxmakers. Die Idee dahinter entspricht dem modernen Fertigungsgedanken: Statt Versandkartons zu bevorraten produziert die Kartonzuschneidemaschine individuelle Verpackungen just in time.

Der Weg zur Automation

Einzelteile für den Boxmaker fertigt Horstmann selber: Anfangs auf 3- und 4-Achsmaschinen ohne Automation. Um die Abläufe zu optimieren und Maschinenstillstände – bedingt durch Rüstzeiten – zu reduzieren, führte Klaus Horstmann, Geschäftsführer der Horstmann Maschinenbau GmbH, zunächst das Nullpunktspannsystem ein. Durch die anschließende Verlagerung der Programmierung von der Maschine ins Büro, bereitete der Unternehmer seine Mitarbeiter auf die Automatisierung vor. Diesen Schritt ging Horstmann Ende März 2018: Nach gründlicher Analyse und Recherche bestellte er bei der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG das 5-Achs-Bearbeitungszetrum C 42 U mit Handlingsystem HS flex. Die Aufspannfläche des 450 Kilogramm tragenden Schwenkrundtischs beträgt im Durchmesser 440 Millimeter. Dem hohen Anspruch an die Präzision wird auch der Schneckenantrieb gerecht, der zuverlässig Wellentorsion am Tisch verhindert. Der Verfahrweg liegt bei je 800 Millimetern in Z-Richtung. Für die Bearbeitung kann die C 42 U dank eines Zusatzmagazins auf bis zu 192 Werkzeuge zugreifen. „Das Gesamtpaket – Maschine, Handling, Werkzeuge, Service und Unterstützung – war für uns entscheidend“, begründet Horstmann die Investition.

Darüber hinaus überzeugten die Einsatzmöglichkeiten: „Wir brauchen die Option, die bedarfsorientierte Fertigung für den Boxmaker durch dringende Fertigungsaufträge unserer Kunden unterbrechen zu können“, erklärt der Geschäftsführer.

Sicheres Gesamtkonzept

Neben der Flexibilität spielt die Prozesssicherheit eine große Rolle für das Maschinenbauunternehmen, das Fehler durch Standardisierung, Simulation und Kontrollmessungen zu vermeiden versucht. Werkzeuglänge sowie Werkstücklage überprüft die C 42 U automatisch vor der Bearbeitung. „Falls etwas nicht stimmt, wird die Palette gesperrt und gegen einen anderen Auftrag getauscht“, erklärt der Fertigungsleiter. „Zusätzliche Messzyklen kosten zwar Zeit, dienen aber der Sicherheit und Präzision. Diese sind uns extrem wichtig“, verdeutlicht Horstmann.

Auch wenn das Thema Automatisierung in der Firma Horstmann relativ jung ist, weiß der Fertigungsleiter die Möglichkeiten, die Hermle der C 42 U mitgibt, weitreichend zu nutzen. „Wir bekommen die Produktionszeiten vollautomatisiert direkt von der Maschine in das ERP-System gemeldet. Dadurch können wir die Maschine ideal bebuchen.“ Das optionale Steuerungstool HIMS (Hermle Information Monitoring System) zeigt den Live-Status der Maschine an und versendet Ereignisse per E-Mail. So ist das Bearbeitungszentrum schon wenige Monate nach der Inbetriebnahme an einem 16-Stunden-Tag zu bis zu 90 Prozent ausgelastet.

Dieser Erfolg ist auch der Unterstützung durch Hermle zuzuschreiben. „Der Service ist ein überzeugendes Alleinstellungsmerkmal“, lobt Klaus Horstmann die Zusammenarbeit „Und wir haben durch dieses Projekt viele unserer Visionen realisieren können.“

„Das Bearbeitungszentrum von Hermle hilft uns zudem, unserem Kundenversprechen treu zu bleiben: hohe Servicequalität, kurze Reaktionszeiten und eine ständige Bereitschaft“, ergänzt der Geschäftsführer. Mit dem Projekt beweist er, dass auch kleine Unternehmen ihre Prozesse neu denken und flexibel sein können. „Wir können jetzt ganz weit vorne mitschwimmen“, sagt Horstmann abschließend.

Der ausführliche Artikel kann unter www.hermle.de im Bereich Media / Anwenderberichte nachgelesen werden.


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